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Auf den Spuren der Venezianer und Habsburger

Porec, Istrien, Kroatien

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Unsere Reiseroute führte von Schwäbisch Gmünd ausgehend über Nördlingen – Augsburg – Salzburg – Ljublijana – Koper nach Porec in Istrien. In der Nachsaison erlebten wir ab 2.00 Uhr in der Nacht freie Fahrt auf leeren Straßen und Autobahnen ohne Staus und ohne Wartezeiten an den Grenzen. Unser Frühstück konnten wir bereits in Slowenien einnehmen, in Erwartung des 1. Urlaubstages in Istrien. Entspannt besuchten wir zur Mittagszeit die kleine Altstadt von Umag, schlenderten entlang der zum Meer hin z.T. erhaltenen Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, fotografierten die Kirche Svetj Rok und den frei stehenden Glockenturm und genossen die Sonne am kleinen Hafen entspannt bei einem ersten Urlaubsdrink.

17.-20.9. Porec

Am Nachmittag erreichten wir unser erstes Urlaubshotel, das Valamar – Hotel „Zagreb“ in Porec. Die Wahl fiel auf dieses Hotel, da die wunderschöne 2000- jährige Altstadt leicht zu Fuß in ca. 20 min. zu erreichen ist. Am Nachmittag testeten wir den nahe gelegenen Badestrand mit verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten ins Meer. Liegen können dort gemietet werden, zu einem für Hotelgäste verbilligten Preis. In Porec selbst pulsiert das Leben, wie kaum sonst in Kroatien. Bis spät in die Nacht flanieren die Menschen in den malerischen Gassen, insbesondere über den Dekumanus, einer Flaniermeile mit historischen Bauwerken aus der Römerzeit. Auch wir genossen den warmen Sommerabend des ersten Urlaubstages und ließen ihn mit einem Spaziergang auf der Uferpromenade ausklingen. Müde von den vielen Eindrücken, ließen wir uns das letzte Stück zum Hotel mit dem Hotelzügle fahren.

18.9. Rovinj

Nach dem Frühstück besichtigten wir auf dem Weg nach Rovinj das wunderschön gelegene, kleine Baladura Hotel nahe des kleinen Dorfes Pilkovici, inmitten einer herrlichen Gartenanlage, 12 km von Rovinj entfernt. Von dort aus kann man zum nahen Lymfjord wandern. Sollten wir wieder in die Gegend kommen, werden wir sicher auch dieses Hotel ansteuern. Danach bestaunten wir die sehr italienisch anmutende Hafenstadt Rovinj, die besonders vom Meer aus betrachtet, ein einzigartiges Juwel Istriens darstellt. Der Kirchenhügel mit dem Euphemia- Dom, die vielen Treppen und kleinen Gassen der Altstadt, die Souvenirläden und reizenden Lokale laden zum Verweilen ein. Beim nächsten Besuch werden wir Badeanzüge mitnehmen, denn von verschiedenen schönen Restaurants/ Cafes der Altstadt am Wasser gelegen, führen Treppen ins glasklare smaragdgrüne Meer hinein. Eine Abkühlung nach der Stadtbesichtigung hätten wir uns sehr gewünscht. Auf dem Rückweg nach Porec betrachteten wir den Lymfjord von einem Aussichtspunkt aus und fühlten uns wie in Norwegen. Wir freuten uns jetzt schon auf den nächsten Tag, wo wir diesen Fjord per Schiff erkunden wollten.

19.9. Vrsar, Schifffahrt auf dem Lymfjord, Motovun am Abend

Am Vormittag erreichten wir Vrsar, ein kleines Städtchen mit 1500 EW. Am Hafen erkundigten wir uns zunächst nach den Abfahrtszeiten der Ausflugsschiffe in den Limfjord, oder auch Limskikanal genannt. Nachdem wir bis 12.00 Uhr genügend Zeit hatten, schlenderten wir entlang des Hafens und testeten in einem Feinkostlädchen verschiedene istrische Weine und informierten uns über sonstige Spezialtäten der Region. Später verließen wir per Schiff das Städtchen, mit Tempo vorbei am FKK- Strand Valalta in den ca. 9-km langen und 600 m breiten Fjord hinein. Die 150 m hohen Steilwände verleihen dem Kanal das Aussehen eines Canyons. Das Wasser des Fjords enthält viel Sauerstoff und wenig Salz, somit bestehen beste Voraussetzungen für die Zucht von Austern und Muscheln. An einer Höhle mit „Piratenbar“, wurde uns die Möglichkeit eines einmaligen Ausblicks auf den Fjord gegeben. Nach der Rückkehr ins Städtchen, stiegen wir hinauf in die Altstadt und besichtigten Svetj Martin mit ihrem Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert. Ein kleiner lohnender Spaziergang um die Kirche herum bzw. ein Erklimmen des Glockenturms ermöglichte uns einen sehr schönen Ausblick auf die vorgelagerten Inselchen und die Touristencamps der Umgebung. Danach verließen wir Vrsar in Richtung Motovun, der wohl typischsten mittelalterlichen Stadt ganz Istriens, malerisch, hoch über dem Mirna- Tal gelegen. Ein Besuch am Spätnachmittag empfiehlt sich, da viele Touristenbusse dieses Städtchen ansteuern. Die Stadt liegt auf einer Bergkuppe, von Weinfeldern, Obstwiesen und Eichenwäldern umgeben, im Baustil typisch istrisch. An den wertvollen Eichenwäldern haben die Venezianer Raubbau für ihren Schiffsbau und die Pfahlbauten Venedigs betrieben. Wir spazierten über die begehbare Stadtmauer zum Hauptplatz der Oberstadt und genossen dort den istrischen Wein, versorgten uns mit den begehrten, eingelegten Trüffeln und nahmen im Abendlicht Abschied von Motovun.

20.9. Weiterfahrt zur Insel Krk
20. – 23.9. Aufenthalt auf Krk


Nach einem letzten Frühstück im Hotel Zagreb verließen wir Porec und fuhren übers istrische Festland und den Uckatunnel nach Rijeka, Kraljevica und über die mautpflichtige Tito- Brücke auf die Insel Krk mit Ziel Valamar Koralj- Beach- Hotel in Krk- Stadt. Dort angekommen, begeisterte uns der einzigartige Ausblick auf die smaragdgrüne Bucht, direkt unterhalb des Hotels. Geht man wenige Meter am Badestrand entlang, hat man eine grandiose Sicht auf die, hinter einer Stadtmauer gelegenen, Altstadt Krk. Nach einem ausgiebigen Bad im herrlich klaren Meer, spazierten wir am Abend in 20 Minuten in die Altstadt, in der die Venezianer über 7 Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen haben.Wir schlenderten durch kleine Gassen mit Restaurants und Souvenirläden und ließen den Abend bei einem Gläschen Wein im Zentrum der Altstadt ausklingen. Den nächsten Tag genossen wir ausgiebig die einzigartige Bucht mit angrenzendem Pinienwald. Abends schlenderten wir nochmals durch die zu dieser Jahreszeit „touristenfreie Altstadt“. Bis wir uns entscheiden konnten, wo wir unseren „Absacker“ trinken wollen, hatten die Lokale bereits geschlossen. Das sind eben die Begleiterscheinungen der Nachsaison.Am 3. Tag machten wir uns auf, die Insel zu erkunden. Unsere Tour führte uns nach Punat, einem Badeort mit schönen Lokalen/ Fischrestaurants. Da uns der Einstieg ins Meer dort nicht überzeugte, fuhren wir weiter südwärts nach Baska. Die Insel Krk war in seiner Geschichte eines der Zentren der kroatischen Kultur. Eines der bedeutendsten Schriftzeugnisse der kroatischen Sprache ist die Tafel von Baska aus dem Jahr 1100. Diese in der romanischen St.-Lucija-Kapelle nahe der Ortschaft Baska entdeckte beschriftete Steinplatte trägt eine Inschrift in glagolitischer Schrift. Beschrieben wird die Souveränität des kroatischen Königs Zvonimir I. als Stifter der Kapelle. Das in der Geschichte Kroatiens sehr bedeutende Adelsgeschlecht der Francopanen wurde ursprünglich auf der Insel Krk in den Fürstenstand erhoben. Weil die Insel jahrhundertelang zur Republik Venedig gehörte, wurde in Teilen der Insel bis ins 19. Jahrhundertvegliotisch gesprochen, ein eigenständiges Idiom, das eine Varietät der dalmatischen Sprache darstellte.Um Baska herum befinden sich übrigens 13 wunderschöne Naturbuchten, die man auf Wanderwegen oder per Boot besuchen kann. Der berühmteste Strand „Vela Plaza“ befindet sich direkt im Zentrum der Stadt und verleitet aufgrund der Form und des smaragdgrünen Farbe des Wassers ununterbrochen zu fotografieren. Der Bummel durch das Städtchen lohnt sich, es gibt nette Geschäfte und Lokale. Wer sich an den Strand legen möchte, muss zwingend einen Sonnenschirm mieten. Schatten gibt es an diesem Ort nicht. Danach lockte uns wieder unsere einmalig schöne Bucht direkt am Hotel, die wir am letzten Tag nochmals in vollen Zügen genießen wollten.

23.9. Weiterfahrt über Cres zur Insel Losinj

23. – 26.9. Aufenthalt in Mali Losinj



Gerade so erreichten wir am nächsten Morgen um 10.00 Uhr die Fähre in Valbiska, die auch pünktlich in Richtung Merago/ Cres ablegte. Dort angekommen, fuhren wir zunächst zur Inselhauptstadt Cres, deren Hafen und Altstadt wir besichtigten. Der Name Cres rührt vom spätantiken "Crepsa" her. Bevor die Insel von Kroaten besiedelt wurde, gehörte Cres den Liburnern, es gibt jedoch auch griechische, römische und byzantinische Spuren. Vom 9. Jahrhundert bis zum Jahr 1409 stand die ganze Insel unter kroatischer Herrschaft. Das Creser Statut reicht ins Jahr 1332 zurück. Bis zum Jahr 1797 war Cres dem Venezianischen Reich angehörig. 1805 bis 1814 unter französischer Besatzung, gehörte es danach bis 1918 zu Österreich- Ungarn. Im Ersten Weltkrieg wurde es von Italien erobert, bevor es im Jahr 1943 in die Hände der deutschen Armee fiel. Mit Ende des Zweiten Weltkriegs fiel Cres letztendlich wieder an Kroatien und wurde in den Staat Jugoslawien integriert. Die heutige Gemeinde Cres erstreckt sich über alle Ortschaften des nördlichen und mittleren Teils der Insel, während die Ortschaften des südlichen Teils zur Stadt Mali Losinj gehören. Die Gemeinde zählt 2.879 Einwohner. Nach einer gemütlichen Kaffeepause am Hafen, fuhren wir weiter ins geschichtsträchtige Städtchen Osor.
Osor ist ein kleiner Ort auf der Insel Cres. Er liegt am Kanal Kavada, der die Nordinsel Cres von der Südinsel Losinj trennt. Hier befindet sich die schmalste Landverbindung zwischen den beiden Inseln, schon in der Antike eine strategisch günstige Schiffspassage. Noch heute wird der Kanal vor allem von kleineren Fischkuttern und Touristenbooten genutzt. Osor, ist die älteste Siedlung und die erste bedeutende Stadt von Cres und Lošinj. Unter der Herrschaft des Römischen Reiches wurde der Isthmus durch einen etwa 11 m breiten Graben getrennt und schiffbar gemacht. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches kam Osor in den Herrschaftsbereich von Byzanz. Seit dem 6. Jahrhundert war es ein Bistum, das der Kirchenprovinz Salona zugeordnet war; auf das Bistum geht das Titularbistum der römisch-katholischen Kirche zurück. Im 9. Jahrhundert griffen die Sarazenen Osor an und zerstörten die Kathedrale und im 14. Jahrhundert die Republik Genua, die ebenfalls die Kathedrale zerstörten. Osor erhielt in der Antike sein Stadtrecht und war bis zum 14. Jahrhundert die Hauptstadt dieser Inselgruppe. Zeugen dieser Zeit sind v.a. die alles dominierende Kathedrale von Osor, in der heute Konzerte stattfinden. Zu Zeiten venezianischer Herrschaft war der Römergraben versandet und Schiffe und Waren mussten etwa 100 Meter über das Festland gebracht werden. 
Im Mittelalter hatte Osor seine Blütezeit, es lebten dort bis zu 30 000 Menschen. Osor wurde im Mittelalter wegen der Nähe eines großen Sumpfgebietes regelmäßig von Malariaepidemien heimgesucht. Daher verlegte man die Inselverwaltung nach Cres. Die kroatische Währung Kuna (was übersetzt Marder bzw. Wiesel bedeutet) wurde in Osor das erste Mal im Jahr 1018 als Zahlungsmittel der Kroaten erwähnt. Ein kleines Denkmal in Form eines Marders bzw. Wiesels erinnert heute noch daran.
Heute ist Osor eher ein kleiner ländlicher Weiler mit historischem Ortskern. Wirtschaftlich ist Osor heute ohne jeden Einfluss und es leben hier lediglich noch etwa 80, vorwiegend ältere Bewohner auf Dauer. Von Bedeutung ist neben der alten Kathedrale vor allem die stählerne Drehbrücke, die einerseits als Verbindungsader zwischen den beiden Hauptinseln Cres und Lošinj dient, andererseits noch immer zweimal täglich (um 09.00 und um 17.00 Uhr) geöffnet wird, um kleineren Schiffen die Kanaldurchfahrt zu ermöglichen. Die Haupteinkommensquelle in Osor ist der Tourismus.Am Nachmittag erreichten wir das Hotel Aurora auf Mali Losinj, gelegen inmitten eines schönen Pinienwaldes und einer ebenso schönen Bucht. Wir testeten unverzüglich das türkisklare Meerwasser der Bucht, bevorzugten jedoch in den nächsten Tagen die Einstiegsmöglichkeiten ins Meer und die Liegeplätze auf den Felsen direkt unterhalb des Hotels. 
Am nächsten Tag starteten wir am Morgen unsere Wanderung in die Stadt Mali Losinj entlang des Meeres, vorbei an der wunderschönen Cikat Bucht. Leider erlebten wir die Tour, sowie die ca. 6000- Einwohner- Stadt überwiegend im Regen. So nutzten wir die Zeit, ein Luxushotel in der Cikat- Bucht und das Städtchen anzuschauen, das wir aus früheren Reisen bereits kannten, Reispräsente einzukaufen und in einem Restaurant in der Stadt zu speisen. Am Nachmittag schien schon wieder die Sonne und wir spazierten in Richtung Hotel, genossen jedoch vorher den Nachmittagskaffee in einem, direkt am Meer gelegenen, Lokal zwischen dem Hotel Aurora und der Cikat Bucht. Die Insel verfügt über ein beachtliches Netz von Spazierwegen in alle Richtungen.
Der 3. Tag führte uns nach Veli Losinj, einem noch kleineren aber bezaubernden Städtchen auf der Insel. Bunte Häuser, ein kleiner Fischerhafen und die Kirche Sv. Nikola bescherten uns Hobbyfotografen Bilderbuchmotive. 
Noch einmal war danach Schwimmen am Hotel Aurora angesagt, wobei uns die Bora das Sonnenbaden erheblich erschwerte.

Weiterfahrt zurück aufs istrische Festland nach Rabac am 26.9.

Aufenthalt im Valamar- Hotel Bellevue vom 26.9. – 29.9.


Geplant war die Rückfahrt über die Insel Cres nach Porozina. Von dort wollten wir mit der Fähre übersetzen nach Brestova, um weiter zu unserem letzten Hotelaufenthalt auf der istrischen Halbinsel, in Rabac zu gelangen. Ein vergessener Pullover im Hotel auf Krk ließ uns die Route ändern. Wir fuhren deshalb denselben Weg zurück über Krk und Rijeka weiter nach Opatija. Dort verweilten wir einige Stunden um die sehenswerte Stadt an der Kvarner Bucht, intensiv geprägt durch die Habsburger, anzuschauen. An altehrwürdigen Gebäudekomplexen vorbei, z.B. dem Hotel Kvarner, spazierten wir auf der Uferpromenade „Lungomare“ zum herrlichen Park Angiolina mit der gleichnamigen Villa. Die schönsten Kamelien befinden sich in dieser Parkanlage. Die Statue „Mädchen mit der Möwe“, ebenfalls an der Uferpromenade gelegen, ist das Wahrzeichen von Opatija. Selbstverständlich steuerten wir am Ende unseres Spazierganges eines der wunderschönen Cafes an, die grandiose Süßspeisen und Eisspezialitäten servieren. Bei deren Genuss fühlten wir uns so wohl, wie sich einst die Gäste des Wiener Hofs gefühlt haben müssen! Später fuhren wir weiter zum Valamar- Hotel Bellevue nach Rabac. Diese Anlage liegt ein paar Kilometer vom Ort Rabac entfernt am Ende einer Hotelpromenade. Die Lage ist perfekt, die Zimmer, alle zum Meer gelegen, bieten einen traumhaften Meerblick, einen wunderschönen Poolbereich und unterhalb des Hotels herrliche kleine Badebuchten direkt an der Uferpromenade. Deshalb genossen wir nach Ankunft schnell noch Pool und Meer, sowie das Abendlicht zum Fotografieren, bevor die Koffer ausgepackt wurden. Müde von den Eindrücken der Fahrt und Opatija beschlossen wir den Abend im Hotel. Leider wehte die Bora heftig, so war uns ein Abend im Freien verwehrt. Den nächsten Tag verbrachten wir überwiegend mit Schwimmen, Lesen und Faulenzen, der Spätnachmittag war reserviert für den Ort Rabac. Der Touristenort begeisterte uns allerdings wenig. An der Uferpromenade entlang reihen sich riesige unschöne Hotelanlagen und unzählige Souvenirläden, na ja wer’s mag!?! Allerdings wurde uns berichtet, dass dieser Ort bei den Touristen trotzdem sehr beliebt sei, weil diese Bucht sehr windgeschützt ist. Das konnten wir dann auch bestätigen.
Am nächsten Tag war uns das Meer zu stürmisch und die Bora zu kalt zum Baden. Wir machten uns auf, das Bergstädtchen Labin und Umgebung zu erkunden. Labin besteht eigentlich aus drei Teilen: Der Altstadt von Labin, der Vorstadt Podlabin, einer ehemaligen Kohlezeche und dem Badeort Rabac am Meer. Labin liegt auf einem gut 300 Meter hohen Hügel und ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins istrische Hinterland mit diversen historischen Stätten. Mit ihren stolzen Renaissance- und Barockpalästen, steilen Gassen und vielen malerischen Winkeln ist das alte Labin geradezu das Paradebeispiel einer istrischen Burgstadt. Kaum woanders findet man eine solche Mischung aus Architektur und kulturhistorischen Denkmälern, sowie den zahlreichen Ateliers verschiedener Künstler. Die Altstadt ist nur zu Fuß erkundbar. Wir starteten unseren Rundgang vom Altstadtplatz Titov Trg aus. Danach stärkten wir uns mit istrischem Wein und diversen Spezialitäten. In einem sehr geschmackvollen Feinkostladen wurden wir überaus freundlich beraten und bedient. Wir kosteten istrischen Grappa und Liköre, z.B. Mandellikör und erstanden auf diese Weise wertvolle Reisepräsente für die Lieben zuhause. 
Am Nachmittag erkundeten wir die Umgebung von Labin, fuhren zunächst nach Crni. Weiter führt die Straße bis zum heute nur noch vereinzelt bewohnten Ort Skitaca, Ausgangsbasis für Wanderungen zum Ostri, Goli und nach Labin. Skitaca ist die höchst gelegene Ortschaft auf unserem Weg. Beim Blick über den Kvarner erkennt man links langgestreckt die Insel Cres und im Hintergrund die höchste Erhebung von Losinj, den Televrin. Auf engen Sträßchen fuhren wir an wunderschönen Aussichtspunkten vorbei und fotografierten im Abendlicht die Küste der Kvarner Bucht. Danach führte uns unser Ausflug über Viskovici nach Trget an der Bucht von Rasa am Rasa- Fjord, eines der letzten, verträumten Fischerdörfer Istriens. Über den Fjord nach Most- Rasa ging’s zurück nach Labin und Rabac zu unserem Hotel. Wir ließen den Tag im Hotel bei einem Gläschen Wein ausklingen und waren sicher, heute einen der schönsten Ecken der istrischen Halbinsel kennengelernt zu haben, weit weg vom Touristenstrom.

29.9. Weiterfahrt nach Venedig

29.9.- 01.10 Venedig


Nach einem letzten Frühstück in Istrien freuten wir uns auf die Fahrt zum abschließenden Höhepunkt unserer Reise, der Lagunenstadt Venedig. Quer über die istrische Halbinsel fuhren wir an Buzet vorbei nach Gradisce und passierten die Grenze nach Italien auf Landstraßen in San Dorligo. Wir waren begeistert von der Landschaft und den Bergstädtchen Istriens und stellten fest: Wir hätten noch mehr Zeit gebraucht, um das Innere der Halbinsel entdecken zu können. Ab Triest fuhren wir auf der Autobahn weiter nach Campalto/ Mestre zum Hotel Anthony. Rasch bezogen wir unser Zimmer, beglichen die Kurtaxe und erstanden unsere Tickets mit denen wir die beiden nächsten Tage sämtliche öffentliche Verkehrsmittel nutzen konnten. Zunächst fuhren wir mit dem Flughafenbus (Haltestelle nahe des Hotels) in ca. 15 min. über den Damm zur Piazzale Roma. Mit dem ersten Ziel, dem Markusplatz vor Augen, stiegen wir links vom Busbahnhof ins Boot der Linie 1, das gemütlich von einem Ufer des Canale Grandes zum anderen fährt und unzählige traumhafte Ausblicke auf die Paläste und Kirchen der Stadt bietet. Vorbei an der Kuppelkirche San Simeone Piccolo, dem Fischmarkt, unter der Rialto- Brücke hindurch zum „schönsten Salon der Welt“, der Piazza San Marco mit Massen von Touristen, Tauben, den Traditionscafes und natürlich dem Markusdom. Strahlender Sonnenschein bescherte uns Bilderbuchmotive vor wolkenlosem Himmel. Die berühmten Gondeln begleiteten uns auf dem Canale Grande, die vielen kleinen Kanäle rechts und links, ließen zauberhafte Ausblicke zu, z.B. auf die berühmte Seufzerbrücke. Am Abend suchten wir uns ein schönes Lokal und genossen Wein und Pasta. Anschließend schlenderten wir nochmals bei Nacht über den, nun von Tagestouristen befreiten, Markusplatz und blickten fasziniert auf die wunderschön beleuchteten Paläste. Mit dem Linienboot ging’s nun wieder problemlos zurück zum Busbahnhof am Piazzale Roma und von dort aus nach wenigen Minuten weiter zum Hotel. 
Am nächsten Morgen, nach einem wenig ansprechenden Frühstück, freuten wir uns auf die Fahrt mit dem Linienboot 2 durch den Canale della Giudecca in Richtung San Giorgio, wo wir Venedig von oben, d.h., vom Campanile di San Giorgio Maggiore aus betrachten und fotografieren wollten. Diese Bootsfahrt lohnte sich ebenso, da wir wieder völlig neue Eindrücke und Perspektiven Venedigs gewinnen und bestaunen konnten. Mit dem Aufzug gelangten wir zur Aussichtsplattform. Unter uns der Dogenpalast und die Markuskirche, drum herum die Dächer, Türme, die Palazzi, Brücken, Kanäle. Wir konnten den großen Bogen des Canale Grande und die Inselwelt der Lagune fotografieren. Direkt unterhalb der viel befahrene Canale della Giudecca. Ein großartiger Eindruck! Anschließend machten wir einen Rundgang durch die nach Plänen von Andrea Palladio erbauten Kirche (1566 wurde mit dem Bau begonnen). Das schöne Wetter verführte uns wieder in die zahlreichen Gässchen und Plätze Venedigs, wir genossen vorzügliches Eis und später hausgemachte Kuchen in einer der ältesten Konditoreien „Bucintoro“ in der Straße der Zuckerbäcker. Auf dem eher stillen Platz Santi Giovanni e Paolo schauten wir uns das städtische Krankenhaus mit kunstvoller Renaissance- Fassade und die Kirche San Zanipolo an, sowie die stillen Gässchen mit kleinen Geschäften und netten Lokalen. Müde von vielen Kilometern Venedig fanden wir wieder ein schönes Restaurant, wo wir den letzten Abend in Venedig verbrachten.
Am 01.10. traten wir frühmorgens den Heimweg an. Wir wollten eigentlich Bassano del Grappa einen Besuch abstatten. Leider konnten wir das schöne Städtchen nur von der Ferne betrachten. Aufgrund eines Festes war kein einziger Parkplatz zu finden. So fuhren wir weiter ins Trentino hinein und deckten uns in Levico mit Grappa, Speck, Steinpilzrisotto usw. ein, fuhren am Lago die Caldazzo vorbei in Richtung Trient auf die Autobahn Richtung Brennerpass und erreichten am Abend wohlbehalten die heimatlichen Gefilde.

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Reisedatum:17. September 2015 - 1. Oktober 2015

Reisebericht geschrieben am 17. Dezember 2016

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